13.1 Zurück in Buffalo

Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht…Das merkt man erst, wenn man sich das Datum des letzten Berichts einmal anschaut. Es ist schon viel zu lange her und ich denke, es ist jetzt wirklich an der Zeit, mal wieder etwas zu schreiben.
Wir haben viel erlebt seither…
Am Besten fange ich dort an, wo meine Schwester zurück in die Schweiz ging. Damian und ich fuhren noch am selben Tag nach Buffalo, weil wir unbedingt den Auspuff unseres Motorhomes reparieren lassen mussten. Wir hatten ja den Motor reparieren lassen, als Jasmin bei uns war, also diese Panne die wir hatten, meine ich. Das Problem war nur, dass der Auspuff auch noch hätte repariert werden müssen, das haben sie jedoch aus Zeitgründen an dem Tag nicht mehr geschafft. Da dies laut des Garagisten auch kein „gefährliches“ Problem war, beschlossen wir, trotzdem weiterzufahren und den Auspuff dann reparieren zu lassen, sobald Jasmin weg ist, damit wir nicht noch mehr Zeit verlieren.
Der Schaden wurde jedoch während des Fahrens immer grösser und der Gestank immer schlimmer.
In Buffalo wollten wir also zu einer Ford-Garage. Die erste Ford-Garage konnte leider keine grösseren Autos reparieren, da ihre Garage zu klein war. Sie nannten uns jedoch eine Garage, zu der wir gehen konnten. Da es Samstag war, hatten diese jedoch nicht geöffnet und wir mussten bis Montag warten. Am Montag fuhren wir dann hin. Die Diagnose und die Offerte die er uns stellte, waren nicht gerade sehr erfreulich. Laut ihnen würde das Ganze eine Sache von ungefähr 10 Stunden sein. Tja, eine andere Wahl hatten wir nicht, als es dennoch machen zu lassen, denn erstens war der Gestank unerträglich und zweitens, wenn nicht wir es jetzt machen liessen, hätten wir es spätestens auf der Abschlussrechnung des letzten Services. Also beschlossen wir, es direkt machen zu lassen.
Nun wurden jedoch noch einige Parts benötigt, die sie nicht an Lager hatten. Es dauerte zwei Tage, bis diese endlich da waren. Da die Garage bis 1.00 Uhr nachts geöffnet hatte, konnten wir unser Motorhome dann für die Nachtschicht bringen. Sie waren jedoch nicht sicher, ob sie an einem Abend durchkommen würden, deswegen mussten wir ein Hotelzimmer nehmen.
Das Hotelzimmer war nicht schlecht, auch wenn es billig war, auf jeden Fall besser als das, das wir bei der Ankunft in Seattle hatten! Wir waren eine Weile im Hotelzimmer, gingen dann noch etwas kleines Essen und kamen wieder zurück. Es verging ungefähr eine Viertelstunde, als plötzlich der Feueralarm losging. Wir nahmen an, dass dies ein Fehlalarm sei, weil man nichts sehen oder riechen konnte. Da er nicht aufhörte, rief ich bei der Reception an und fragte, was los sei. Sie sagte, dass wir sofort das Zimmer verlassen müssten. Also packten wir unsere Sachen und verliessen das Zimmer. Draussen hatten sich schon die anderen Hotelgäste angesammelt. Die Feuerwehr, die zuerst noch zu einem falschen Hotel fuhr(!), kam kurz darauf. Ein Wagen nach dem anderen fuhr vor. Bis zum Schluss waren es drei Feuerwehrautos, das des Feuerwehrchefs und noch zwei Polizeiautos. Wir standen etwa eine halbe Stunde dort herum, aber bisher hatte niemand irgendwo Feuer gesehen. Ich lief noch ein Stück ums Hotel, doch auch auf der anderen Seite war nichts zu sehen.
Schliesslich kam einer der Feuerwehrmänner und sagte, dass wir nun wieder zurück zu den Zimmern gehen könnten. Was genau los war, fanden wir nicht heraus.
Am nächsten Tag rief ich früh bei der Garage an und es wurde mir gesagt, dass unser Motorhome tatsächlich schon fertig sei. Mit einem Taxi fuhren wir zurück zur Garage, bezahlten die mehr als saftige Rechnung und fuhren weiter in Richtung Washington D.C.. Zu unserer Überraschung lief der Motor so rund wie noch nie. Es waren keine komischen Rattergeräusche mehr zu hören, nichts roch mehr, es schien alles perfekt zu sein!
Zuerst wollten wir eigentlich noch ein bisschen in der Nähe von Buffalo bleiben, falls noch irgendwas gewesen wäre und sie gepfuscht hätten. Da es für uns jedoch auch dann nur schwer beweisbar gewesen wäre, dass wirklich sie gepfuscht hatten und das nicht etwas anderes war, das noch kaputt war, beschlossen wir, dass das keinen Sinn hatte.
Ein paar Tage später waren wir dann in einem Vorort von Washington D.C..

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