13.3 Daytona Beach, Universal Resorts, Kennedy Space Center
Freitag, den 30. November 2007 um 21:45 UhrDie Fahrt bis hinunter nach Florida wollten wir eigentlich in etwa zwei, höchstens drei Tagen erledigen. Das Problem war nur, dass das Wetter nicht so mitspielte. Besonders an einem Tag war der Regen so stark, das man kaum zwei Meter vor sich hinsah, was natürlich beim Fahren sehr gefährlich ist. Darum fuhren wir dann nicht weiter. Das Wetter blieb noch einige Tage so und da wir bei einer Flying J waren, die ja Dumpstations und Wasser hatten, blieben wir dort, bis es wieder besser wurde. Leider war das Wetter in Florida nicht sonderlich gut und ich sah, dass starke Stürme, sogar die Gefahr eines Hurricans an der Küste bestand. Aus diesem Grund blieben wir dann noch eine Weile länger von der Küste weg, bis es endlich besser wurde.
Das erste Ziel in Florida war Daytona Beach. Leider spielte das Wetter nicht so mit und so konnten wir nur für eine kurze Weile an den Strand gehen. Sämtliche Autozufahrten an den Strand waren ebenfalls gesperrt, da das Wasser so hoch hinaufkam. Auch am nächsten Tag war das Wetter noch nicht besser und so fuhren wir nach Orlando, wo wir die erste Nacht auf einem Walmart-Parkplatz verbrachten, auf dem wir nicht hätten übernachten dürfen, laut der Schilder, die überall standen und suchten am nächsten Tag nach einem Campingplatz.
Im Internet hatte ich ein Sonderangebot für die Universal Studios inklusive des Island of Adventures Parks gefunden. Dieses Angebot war nur online erhältlich und man konnte die beiden Pärke während 7 Tagen für den Preis von 86 Dollar besichtigen. Normalerweise kostet ein Eintritt in einen der beiden Pärke, für lediglich einen Tag, 67 Dollar. Der Eintritt in beide Pärke am gleichen Tag 71 Dollar. Das Angebot war also sehr günstig.
Wir mussten mit der Besichtigung der Parks jedoch noch zwei Tage warten, da die Tickets für 86 Dollar die Regel hatten, dass man sie frühestens zwei Tage nach deren Kauf benutzen durfte. Das war jedoch nicht weiter tragisch, da wir ja nun auf einem Camping waren, der inklusive Strom und Wasser nur 15 Dollar kostete. Er war bloss 5 Minuten von den Universal Studios entfernt, also höchst verwunderlich, dass er so günstig war. Denn normalerweise kosten Campingplätze in einer Stadt, besonders wenn noch irgendwelche Pärke oder Sehenswürdigkeiten daneben waren, ein Vermögen. Der Name des Campingplatzes war Turkey Lake Campground, für alle, die mal in Orlando campen möchten.
Es ist ein äusserst schöner Park, in dem man auch Pavillons mieten kann, um Feste zu machen usw.
Am Sonntag fuhren wir dann zu den Parks. Zuerst gingen wir zu den Universal Studios. Wir hatten in diesen sieben Tagen wirklich ein riesen Glück mit den Wartezeiten vor den Bahnen. Es war noch keine Hochsaison und daher waren so wenig Leute in den Pärken, das man teilweise fast allein bei einer Bahn stand und wartete. Meistens konnte man überall durchlaufen, ohne überhaupt anzustehen.
Die Universal Studios sind einfach wirklich schön gemacht und oft hat man das Gefühl, die Kulisse schon einmal in einem Film gesehen zu haben. Da man so wenig anstehen musste, haben wir das meiste bereits am ersten Tag gesehen.
Am nächsten Tag gingen wir dann in den Island of Adventures Park, den man mit dem Europapark vergleichen kann. Nur ist der Europapark noch etwas grösser. Damian war ganz verrückt nach zwei Achterbahnen, auf die er immer wieder ging, mich konnte er jedoch dazu nicht überreden. Mir hat besonders eine Wasserbahn gefallen, die dem Namen Wasser wirklich alle Ehre macht. Wenn man denkt, im Fjord Rafting im Europapark werde man nass, hat man diese Bahn noch nicht erlebt. Man wird nicht nur ein bisschen nass, sondern wirklich durch und durch nass, bis auf die Unterwäsche nass. Es war eine so lustige Bahn, immer wieder irgendwelche Spritzkanonen, Kübel oder starker Wellengang die einen nasspritzten, man konnte gar nicht mit Lachen aufhören. In der Mitte der Flosse gab es so Staufächer, über die man einen Plastiküberzug ziehen konnte, damit man Dinge wie der Fotoapparat, Brille etc. dort hineinlegen konnte, damit sie nicht nass werden. Wir haben auch die Schuhe und Strümpfe ausgezogen und dort hineingelegt. Es wurde wirklich alles nass. Nach der ersten Fahrt standen wir gleich wieder an und fuhren noch einmal durch die wilde Wasserfahrt.
Auf diese Bahn sollte man nicht, wenn es draussen kalt ist oder bald die Sonne untergeht. Glücklicherweise lag die Temparatur in dieser Woche bei durchschnittlich 30 Grad Celsius.
Nach diesen sieben Tagen fuhren wir zum Kennedy Space Center. Dies ist das Center der NASA, in der man auf einer Busrundfahrt ihr Gelände anschauen kann und einige Museen zur Raumfahrt.
Man kann auch noch in einen Simulator, der den Start einer Rakete simuliert. Es schüttelt einen dabei ganz schön durch, aber es war lustig.
Auch sonst ist das ganze Gelände ziemlich schön und interessant gestaltet. Zum Eintritt gehören auch noch zwei IMAX-Filme. Wir haben auf der Busfahrt noch einen Aligator und eine Adler gesehen. Normalerweise sieht man hier in Florida eigentlich recht viele Aligatoren, da jedoch Winter ist und es für sie zu kalt ist, ziehen sie sich zurück. Die Adler siedeln sich im Winter im Naturschutzgebiet auf dem Cape Canaveral an.
Da der Eintritt für zwei Tage war, haben wir dies ausgenützt und sind am nächsten Tag wiedergekommen, um noch den Rest zu sehen.
Danach fuhren wir zum Coccoa Beach, haben dort eine Nacht übernachtet und sind dann weiter nach St. Petersburg gefahren.