14.1 Pensacola

Sonntag, den 17. Februar 2008 um 17:00 Uhr

Leider habe ich auch diesen Bericht wieder so lange hinausgeschoben und jetzt muss ich unbedingt wieder einmal einen schreiben.
Wir haben wieder sehr viel erlebt in den letzten Monaten und sind nun natürlich schon an einem ganz anderen Ort, als ihr auf der Karte zuletzt seht…
Also, wir sind ja von St. Petersburg nach Pensacola gefahren. Dort waren wir ein paar Tage auf einem günstigen State Park (Campingplatz) mit Strom und Wasser und haben wieder einmal das süsse Nichtstun genossen. An einem dieser Tage waren wir am Strand und sind ein bisschen auf unseren Rollerblades herumgekurvt. Ich hab noch ein bisschen Probleme beim Bremsen, aber das werde ich auch noch lernen. :-)
Dann haben wir das Navy Air Museum besucht, das am Meisten besuchte Museum in Florida. Der Eintritt dazu ist gratis und es ist wirklich interessant. Pensacola ist auch die Heimat der Blue Angels, für alle die, die die Blue Angels kennen. Ältere Maschinen der Blue Angles sind natürlich auch im Museum ausgestellt. Wir haben dann noch zwei IMAX-Filme im Museum angeschaut und haben draussen noch ein paar Trainingsflugzeuge fliegen sehen.

Nahe des Campingplatzes bei dem wir waren, haben wir einen Wifi-Hotspot gefunden und sind meistens am späteren Abend dahin gefahren und haben unsere Mails gelesen etc. Dazu standen wir auf einem Parkplatz eines Gebäudes, das wie ein mehr oder weniger verlassenes Firmagebäude aussah. Es befand sich nirgendwo ein Schild, dass man dort nicht parkieren dürfe, deswegen haben wir uns auch nichts dabei gedacht. Etwa am dritten Abend klopfte es plötzlich an unsere Tür und ein Polizist der SWAT-Einheit stand vor unserer Tür. Gleich danach kamen noch zwei Polizisten dazu. Sie machten uns darauf aufmerksam, dass dies ein Privat-Parkplatz sei und wir dort nicht parkieren dürften. Sie überprüften unsere Papiere usw. Glücklicherweise waren sie sehr nett und wir haben ein bisschen über die Schweiz und die USA geplaudert. Nach ungefähr 10 Minuten gingen sie wieder. Nun ja, das war mal wieder so ein Erlebnis!!

Was wir auch noch gesehen haben, war, dass der Tornado der 2005 durch Pensacola ist, sehr viel Schaden angerichtet hatte. Ganze Teile der Gulf Island, darunter auch ein Camping, wurden zerstört und nicht wieder geöffnet. Es ist wirklich krass zu sehen, was so ein Tornado anrichtet…

14.2 Florida – Arizona

Sonntag, den 17. Februar 2008 um 16:59 Uhr

Nach Pensacola fuhren wir nach Phoenix, bzw. zuerst nach Tucson, zu meinen Verwandten. Die Fahrt von Florida nach Arizona haben wir in ca. einer Woche gemacht. Wir sind jeden Tag ziemlich viel gefahren, um möglichst schnell durchzukommen. Auf dem Weg dahin ist die Gegend eher ein bisschen öde, das meiste eben Wüste und es gibt nicht so sehr viel zu sehen. Wir haben unterwegs noch einen Service an unserem Motorhome machen lassen, wofür wir noch einen Tag warten mussten, aber sonst verlief die Reise relativ ereignislos…Texas ist wirklich ein riesengrosser Staat, es dauert ewig, bis man dort durch ist…es ist ja auch der grösste Staat der USA. Auch auf dieser Strecke haben wir wieder gesehen, was Naturgewalten anrichten können. Ganze Gebiete standen total unter Wasser, riesige Flächen von Bäumen sind umgeknickt, wir wusste nicht genau, wann dies geschehen war, aber vermutlich wohl auch vor ein oder zwei Jahren.

14.3 Tucson

Sonntag, den 17. Februar 2008 um 16:58 Uhr

In Tucson sind wir zum Cousin meines Vaters gefahren. Er wohnt in einem sehr schönen, recht grossen Haus mit einem riesigen Garten, zusammen mit seiner Frau und seinem kleinen 2-jährigen Sohn. Sie haben uns am Abend mit mexikanisch verpflegt. Mexikanisch ist hier in den USA sehr beliebt und es gibt mexikanische Restaurants an jeder Ecke. Besonders in Grenzstaaten zu Mexiko wie Arizona, Texas etc. gehört es zu den Hauptspeisen. Nach unseren Hochzeitsferien in Mexiko im Jahre 2004, mochte ich eigentlich kein mexikanisches Essen mehr und ich habe mich geweigert, irgendwas in der Richtung zu essen. Dann aber habe ich am Abend in Tucson gemerkt, dass es doch gar nicht einmal so schlecht schmeckt und jetzt mag ich es wieder. Am nächsten Tag fuhr uns Peter durch einen Park in der Nähe. Man sieht in diesem Park kilometerweise nur Kaktusse. Es sieht wunderschön aus, es ist total gegensätzlich zu unseren Bergen oder unser Mittelland. Ein riesiges Gebiet, das zu einem grossen Teil sehr flach ist, voll Kaktusse. Es war wirklich faszinierend.
Danach gingen wir in ein mexikanisches Restaurant, das sehr voll war. Es ist ein sehr bekanntes, gutes Restaurant, in dem traditionelle mexikanische Speisen serviert werden. Dort haben wir dann wieder einiges probiert, unter anderem verschiedene Tamales. Es hat wirklich alles super geschmeckt, aber Damian und ich haben nicht einmal die Hälfte gegessen, da die Portionen wirklich riesig waren!! Aber hier in den USA ist es ja so toll, dass man einfach die Reste einpacken lassen kann und sie dann mitnimmt. So kann man die Reste dann am nächsten Tag noch essen. Das ist etwas was in der Schweiz noch fehlt.

14.4 Phoenix und Umgebung

Sonntag, den 17. Februar 2008 um 16:57 Uhr

Später sind wir dann weiter nach Phoenix gefahren. In Phoenix wohnt der Onkel meines Vaters und seine Frau, sowie seine anderen Kinder mit ihren Familien.
Wir haben bei Erich und Janette, dem Onkel meines Vaters, gewohnt. Geschlafen haben wir zwar in unserem Motorhome, aber tagsüber waren wir bei ihnen (oder unterwegs) und haben auch bei ihnen gegessen. Es sind sehr nette Leute, die einem alles machen.
Fast jeden Tag wurden wir von jemandem anders irgendwo herumgeführt. An zwei Abenden sind wir mit Peter (er wohnt ja eigentlich in Tucson, war aber in dieser Woche in Phoenix, weil er einen Kurs hatte) in eine Bar in der Nähe gegangen, um etwas zu trinken.
Dann an einem anderen Tag sind wir mit Mitchell den Apache Trail gefahren. Dies ist eine Strecke, die zu einem grossen Teil aus einer Schotterstrasse besteht, jedoch wunderschön zum Fahren ist. Man kommt an einigen Seen, auch einem Stausee und einem Damm vorbei und sieht viel von der Wüste und natürlich auch viele Kaktusse. Am Anfang des Apache Trails steht ein Restaurant/Geschenkladen, der voll tapeziert mit 1-Dollar-Scheinen ist. Jeder der möchte kann auf einen 1-Dollar-Scheinen seinen Namen schreiben und ihn dann an der Wand anbringen. Die Wände sind jedoch mittlerweile fast voll und man findet fast keinen Platz mehr für neue Scheine. Aber es war ganz lustig anzusehen.
Mit Yvonne sind wir an einem Abend zum Weihnachtsmarkt gefahren. Es war ja kurz vor Weihnachten als wir dort waren und alles war voll dekoriert. Zum Teil ist es fast übertrieben, wie einige Einfamilienhäuser dekoriert werden. Man sieht z.T. nur noch Lichter. Einiges sieht wunderschön aus, aber einiges zu protzig.
Der Weihnachtsmarkt war sehr schön. Er war teilweise auf einem grossen Platz, es gab jedoch auch viele kleine Häuschen, in die man hineingehen konnte. Mir haben besonders die Häuschen gefallen. Dies sind Häuschen, die noch von früher stammen, also sozusagen das alte Phoenix und die vor einigen Jahren zu Shops umgebaut wurden. Sie haben das ganze Jahr geöffnet, aber in der Weihnachtszeit verkaufen sie natürlich Weihnachtsgeschenke und Dekorationen, eben alles, was auch so an einem Weihnachtsmarkt verkauft wird.
Mit Philipp und seiner Frau sind wir einmal japanisch essen gegangen und einmal in einem Steakhouse. Philipp hat uns auch noch einige Tips für die weitere Route gegeben, da er sich sehr gut in der Gegend Utah, Arizona, Colorado auskennt. Er reist oft dahin und kennt die Strecken mehr oder weniger in- und auswendig.
Ach genau, am ersten Abend als wir in Phoenix ankamen, trafen sich alle Verwandten mit ihren Familien im Haus von Erich und Janette, um uns zu begrüssen. Es war schön, aber auch ein bisschen seltsam…man trifft Verwandte, die man eigentlich gar nicht kennt. Ich meine, ich habe Yvonne und Peter einmal gesehen, aber das war vor 14 Jahren. Mitchell habe ich anscheinend einmal als Kleinkind gesehen, aber daran kann ich mich natürlich nicht mehr erinnern und Philipp habe ich nie getroffen. Den Einzigen, den ich regelmässig gesehen habe, war Erich. Er kam etwa alle zwei Jahre in die Schweiz und hat meistens bei meinen Grosseltern gewohnt. Janette war nie dabei, deswegen kannte ich auch sie nicht.

Oh und Peter hat uns an einem Abend noch besonders glücklich gemacht. Die, die uns ein bisschen kennen, wissen, dass wir sehr sehr sehr gerne Raclette essen. Nun Raclette kennt man hier in den USA kaum und es ist fast unmöglich irgendwo Raclettekäse zu kaufen, geschweige denn einen Racletteofen zu finden. Falls man doch irgendwo Raclettekäse findet, ist er unbezahlbar. Peter hatte von einer unserer Verwandten bei ihrem letzten Besuch in den USA ziemlich viel Raclettekäse erhalten, den sie aus der Schweiz mitgebracht hatte. Als wir bei ihnen in Tucson waren, hat er ihn uns gezeigt und wir sagten ihm, wie sehr wir uns wieder einmal Raclette wünschten. Er hat daraufhin ein Stück Raclettekäse und den Ofen nach Phoenix mitgebracht und wir haben Raclette gegessen!! Das war wirklich schön! :-)

Es gibt so einiges Essen, das wir hier sehr vermissen und auf das wir uns schon wieder freuen!!

14.5 San Diego und Lakeview

Sonntag, den 17. Februar 2008 um 16:55 Uhr

Nach einer Woche bei unseren Verwandten fuhren wir weiter nach San Diego. Dort haben wir den Flugzeugträger, der zu einem Museum umgebaut wurde, angeschaut. Es war sehr interessant und besonders Damian war begeistert davon.
Am Abend gingen wir dann noch in die Stadt und haben in einem italienischen Restaurant gegessen. Ansonsten finden wir eigentlich, dass es über San Diego nicht wahnsinnig viel zu erzählen gibt. Es ist eine schöne Stadt, aber ich finde, dass es Städte gibt, die doch viel interessanter und schöner sind.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter und haben noch eine Besucherfarm von Nutrilite in Lakeview (ein Zweig von Amway) besichtigt. Es war sehr interessant zu sehen, was und wie dort alles angebaut wird. Alles ist 100%-ig organisch, keine Giftstoffe etc. werden verwendet und die Führung ist sehr interessant gestaltet.

14.6 Fahrt nach Los Angeles

Sonntag, den 17. Februar 2008 um 16:50 Uhr

Wir haben uns dann noch einige weiteren Teile von Los Angeles, unter anderen Newport und Long Beach angeschaut, aber es ist alles irgendwie nicht so besonders herausragend schön. Das ist zumindest unsere Meinung. Es gibt auf jeden Fall ein paar schöne Plätzchen, aber alles in allem gesehen ist es nichts, von dem man sich vor Begeisterung überschlagen würde.

Dann sind wir auch schon in die Stadt Los Angeles direkt gefahren, da ja meine Schwester und mein Bruder kurz nach Weihnachten für etwas mehr als zwei Wochen zu uns kamen. Den Bericht darüber wird meine Schwester schreiben, wie sie jedenfalls versprochen hat! ;-)

Nach ihrem Bericht werde ich wieder weiter schreiben! Bis dahin alles Gute!!

Hallo!!

Dienstag, den 15. Januar 2008 um 04:41 Uhr

Damit ihr mal wieder etwas Neues auf dieser Seite seht, wollte ich euch nur mitteilen, dass der neue Bericht schon bald folgt!

Ich hoffe, es geht euch allen gut!!

Merry Christmas!!

Samstag, den 22. Dezember 2007 um 00:48 Uhr

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13.1 Zurück in Buffalo

Freitag, den 30. November 2007 um 21:51 Uhr

Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht…Das merkt man erst, wenn man sich das Datum des letzten Berichts einmal anschaut. Es ist schon viel zu lange her und ich denke, es ist jetzt wirklich an der Zeit, mal wieder etwas zu schreiben.
Wir haben viel erlebt seither…
Am Besten fange ich dort an, wo meine Schwester zurück in die Schweiz ging. Damian und ich fuhren noch am selben Tag nach Buffalo, weil wir unbedingt den Auspuff unseres Motorhomes reparieren lassen mussten. Wir hatten ja den Motor reparieren lassen, als Jasmin bei uns war, also diese Panne die wir hatten, meine ich. Das Problem war nur, dass der Auspuff auch noch hätte repariert werden müssen, das haben sie jedoch aus Zeitgründen an dem Tag nicht mehr geschafft. Da dies laut des Garagisten auch kein „gefährliches“ Problem war, beschlossen wir, trotzdem weiterzufahren und den Auspuff dann reparieren zu lassen, sobald Jasmin weg ist, damit wir nicht noch mehr Zeit verlieren.
Der Schaden wurde jedoch während des Fahrens immer grösser und der Gestank immer schlimmer.
In Buffalo wollten wir also zu einer Ford-Garage. Die erste Ford-Garage konnte leider keine grösseren Autos reparieren, da ihre Garage zu klein war. Sie nannten uns jedoch eine Garage, zu der wir gehen konnten. Da es Samstag war, hatten diese jedoch nicht geöffnet und wir mussten bis Montag warten. Am Montag fuhren wir dann hin. Die Diagnose und die Offerte die er uns stellte, waren nicht gerade sehr erfreulich. Laut ihnen würde das Ganze eine Sache von ungefähr 10 Stunden sein. Tja, eine andere Wahl hatten wir nicht, als es dennoch machen zu lassen, denn erstens war der Gestank unerträglich und zweitens, wenn nicht wir es jetzt machen liessen, hätten wir es spätestens auf der Abschlussrechnung des letzten Services. Also beschlossen wir, es direkt machen zu lassen.
Nun wurden jedoch noch einige Parts benötigt, die sie nicht an Lager hatten. Es dauerte zwei Tage, bis diese endlich da waren. Da die Garage bis 1.00 Uhr nachts geöffnet hatte, konnten wir unser Motorhome dann für die Nachtschicht bringen. Sie waren jedoch nicht sicher, ob sie an einem Abend durchkommen würden, deswegen mussten wir ein Hotelzimmer nehmen.
Das Hotelzimmer war nicht schlecht, auch wenn es billig war, auf jeden Fall besser als das, das wir bei der Ankunft in Seattle hatten! Wir waren eine Weile im Hotelzimmer, gingen dann noch etwas kleines Essen und kamen wieder zurück. Es verging ungefähr eine Viertelstunde, als plötzlich der Feueralarm losging. Wir nahmen an, dass dies ein Fehlalarm sei, weil man nichts sehen oder riechen konnte. Da er nicht aufhörte, rief ich bei der Reception an und fragte, was los sei. Sie sagte, dass wir sofort das Zimmer verlassen müssten. Also packten wir unsere Sachen und verliessen das Zimmer. Draussen hatten sich schon die anderen Hotelgäste angesammelt. Die Feuerwehr, die zuerst noch zu einem falschen Hotel fuhr(!), kam kurz darauf. Ein Wagen nach dem anderen fuhr vor. Bis zum Schluss waren es drei Feuerwehrautos, das des Feuerwehrchefs und noch zwei Polizeiautos. Wir standen etwa eine halbe Stunde dort herum, aber bisher hatte niemand irgendwo Feuer gesehen. Ich lief noch ein Stück ums Hotel, doch auch auf der anderen Seite war nichts zu sehen.
Schliesslich kam einer der Feuerwehrmänner und sagte, dass wir nun wieder zurück zu den Zimmern gehen könnten. Was genau los war, fanden wir nicht heraus.
Am nächsten Tag rief ich früh bei der Garage an und es wurde mir gesagt, dass unser Motorhome tatsächlich schon fertig sei. Mit einem Taxi fuhren wir zurück zur Garage, bezahlten die mehr als saftige Rechnung und fuhren weiter in Richtung Washington D.C.. Zu unserer Überraschung lief der Motor so rund wie noch nie. Es waren keine komischen Rattergeräusche mehr zu hören, nichts roch mehr, es schien alles perfekt zu sein!
Zuerst wollten wir eigentlich noch ein bisschen in der Nähe von Buffalo bleiben, falls noch irgendwas gewesen wäre und sie gepfuscht hätten. Da es für uns jedoch auch dann nur schwer beweisbar gewesen wäre, dass wirklich sie gepfuscht hatten und das nicht etwas anderes war, das noch kaputt war, beschlossen wir, dass das keinen Sinn hatte.
Ein paar Tage später waren wir dann in einem Vorort von Washington D.C..

13.2 Washington D.C.

Freitag, den 30. November 2007 um 21:48 Uhr

Von Washington D.C. hört man ja meistens immer im Zusammenhang mit dem Präsidenten oder dem Capitol, aber ob es eine schöne Stadt ist und es sich lohnt diese anzuschauen, kriegt man meistens nicht mit.

Einen Besuch in der Hauptstadt der USA wollten wir uns aber auf keinen Fall entgehen lassen.
Mit der U-Bahn fuhren wir ins Zentrum. Auch hier gab es wieder Tagespässe, die man einfach am Automaten löste und dann den ganzen Tag damit herumfahren konnte. Es ist unglaublich, wie günstig solche Tagespässe meistens sind. In der Regel sind sie zwischen 6-8 Dollar pro Tag. Damit kann man das gesamte U-Bahn-Netz benutzen, das sich meistens auf sehr lange Strecken erstreckt. In Washington dauerte es mehr als eine halbe Stunde von dem Vorort in dem wir waren, bis zum Zentrum der Stadt.
Im Reiseführer hatte ich mich darüber informiert, was sehenswert an dieser Stadt ist, wo sich diese Sehenswürdigkeiten befanden und wie man dorthin kam.

Vielleicht noch etwas Interessantes zu Washington D.C.: Ich hatte mich früher manchmal gefragt, was genau die Abkürzung D.C. bedeutet und zu welchem amerikanischen Staat Washington gehört, fand es jedoch nie heraus. D.C. heisst District of Columbia und Washington ist in diesem District gebaut. Der District of Columbia wurde eigens für die Stadt Washington gegründet, da man sich nicht einigen konnte, zu welchem Staat sie gehören sollte. Daher traten zwei Staaten Land ab, auf dem der District of Columbia und somit der unabhängige „kleine Staat“ zur Gründung der Hauptstadt entstand. Das Ganze ist nur etwa 30 Quadratkilometer gross. Eine kleine Fläche, für dieses grosse Land. Vielleicht habt ihr das alle schon gewusst, aber ich wusste es noch nicht und fand es interessant.

Also, aus dem Reiseführer erfuhr ich, dass die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Washington, sich in einem Rechteck, das National Mall genannt wird, befinden. Die National Mall erstreckt sich auf gut zwei Kilometer. An dem einen Ende befindet sich das Capitol und am anderen Ende das Lincoln Monument. Dazwischen sind haufenweise Institutionen, z.B. das Smithsonian Institut, das unzählige Mueseen und Gebäude hat, aber auch Kriegsdenkmale, der Monolith, ein rechteckig angelegter Teich usw. Sämtliche Museen und Sehenswürdigkeiten innerhalb der National Mall können gratis besichtigt werden. Das Weisse Haus befindet sich ein bisschen ausserhalb der National Mall, wird jedoch auch noch dazugerechnet.

Auch wenn man immer hört, dass man unbedingt New York oder andere Städte besuchen soll, Washington D.C. ist eine wunderschöne Stadt und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Es ist auf jeden Fall eine der schönsten Städte, die ich je gesehen habe (New York natürlich auch :-) ). Aber die beiden Städte kann man nicht miteinander vergleichen. In Washington ist alles realtiv tief gebaut, es gibt keine Wolkenkratzer, keine herausragenden Gebäude. Das höchste ist wohl der Monolith.Es ist eine äusserst ruhige Stadt, wenig Lärm und scheint nicht so hektisch wie New York oder Chicago, ideal für Menschen, die grosse Menschenmengen meiden möchten und ruhig etwas anschauen und abschalten wollen.
Damian und mir hat die Stadt jedenfalls wahnsinnig gut gefallen. Wir sind die Mall auf und ab gelaufen, haben das „Space & Air Museum“ und das Kunstmuseum (da wir beide nicht so Kunstfanatiker sind, haben wir die Hälfte der Bilder nicht so wirklich verstanden, aber wir waren zumindest da! :-) ) besichtigt und natürlich die sonstigen Sehenswürdigkeiten, die man immer so sieht im Fernsehen. Wie gesagt, die Stadt ist wirklich toll und man sollte sich genügend Zeit dafür nehmen.

Ein Besuch in Chinatown sollte man auch unbedingt einplanen. Wir haben dort in einem chinesischen Restaurant sehr günstig und gut gegessen. Da das Restaurant so vornehm aussah, dachten wir zuerst, dass es wahnsinnig viel kosten würde, unsere Gerichte kosteten jedoch nicht mehr als 12 Dollar. Es waren riesige Portionen, ich habe mehr als die Hälfte zurückgelassen und Damian auch etwa die Hälfte. Die Reste darf man selbstverständlich mitnehmen. Sie werden in diese kleinen Schachteln verpackt, die man immer sieht.
Nach unserem Aufenthalt in Washington D.C. Fuhren wir weiter Richtung Florida.